Tech und Trara

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Queer Art between Love and Hate - PRIDE-Special x The (___) Gallery

Queer Art between Love and Hate - PRIDE-Special x The (___) Gallery

Wie „safe" sind digitale Räume (noch) für queere Menschen? Welche künstlerischen Möglichkeiten bieten Plattformen wie Instagram? Und wie geht man dort mit Hass gegen sexuelle Minderheiten um?

Queere Sichtbarkeit im Netz war nie so ambivalent wie heute: Noch nie war es so einfach, Erfahrungen zu teilen und Gemeinschaften zu bilden. Und doch sind digitale Räume längst keine Freiräume mehr. Algorithmen entscheiden über Reichweite, Plattformlogiken begünstigen bestimmte Stimmen, und queerfeindliche Hasskampagnen nehmen weltweit zu. Wie gehen queere Menschen und queere Kunst damit um? Und welche Kraft lässt sich trotzdem – oder gerade deshalb – aus diesen Räumen schöpfen?

Um diese Fragen zu beantworten haben wir einen Live-Panel-Talk produziert und uns besondere Gäste eingeladen: Künstlerin Agatha Kosobucki, Queer-Influencer Maximilian Pichlmeier und Designwissenschaftler und Autor Felix Kosok. Moderiert wurde das Ganze von Hendrik Menken. Er ist Moderator, Keynote Speaker, Podcast-Host und PR-Manager. Alle bringen ihre eigenen Perspektiven zu und Erfahrungen in Online-Räumen mit und so entstand ein wertvolles Gespräch über Identität, Ausdruck, Wahrnehmung und Existenz.

Das Panel am 01.07. war Teil des Programms der queeren Kunstausstellungsreihe „EXISTENCE – Part 1" vom 26.06. bis 05.07.2026 im Kunst & Kultur in den Hamburger Zeisehallen. Die Ausstellungen des queeren Kunst-Kollektivs „The (__) Gallery" zeigen künstlerische Positionen, die queere Existenz erfahrbar machen. Vielen Dank für die Möglichkeit und die Unterstützung durch das The (__) Gallery-Team, unsere Panelist*Innen, Hendrik Menken für die Moderation, Philipp Groth & Jan Schürmann für die technische Unterstützung und natürlich an alle Besucher*Innen vor Ort.

Viel Vergnügen beim Hören! Jetzt auch als Video auf Spotify und Youtube verfügbar.

Game Over für Europa im KI-Wettrennen? - Mit Browsergames-Pionier und Oxolo-Gründer Heiko Hubertz

Wieso ist Gründen heute eigentlich so anders als vor 30 Jahren? Was für Herausforderungen gibt es für deutsche Unternehmer*innen, besonders, wenn sie in Künstliche Intelligenz investieren? Und wie wird unser Alltag in 10 Jahren aussehen, wenn sich die Technologie weiterhin entfalten kann?

Dank KI kann jeder innerhalb von Tagen oder gar Stunden ein eigenes Business kreieren. Stress wegen Pitches, Business Plänen oder Excel-Tabellen gehören der Vergangenheit an. Und dennoch ist Europa und Deutschland kein relevanter Player im internationalen Rennen um die Künstliche Intelligenz. Woran liegt das? und können wir überhaupt noch etwas dagegen tun?

Unser heutiger Gast kennt sich bestens aus mit den Möglichkeiten - und Herausforderungen - von neuen Technologien. Denn er war einer der ersten Gründer in Deutschland, der sich auf Online Games spezialisiert hat. Mit seiner Firma Big Point konnte Heiko Hubertz Anfang der 2000er den damals noch völlig neuen Markt der Browser Games erobern und dominieren. Seitdem hat Heiko etliche Firmen gegründet und wieder erfolgreich verkauft - dabei war er stehts seiner Zeit voraus und investierte in Zukunftstechnologien. Vor Jahren ist er dann auf das Thema KI aufmerksam geworden. Mit seiner Firma Oxolo navigiert er den KI-Hype und erfindet sich und sein Geschäftsmodell stetig neu - denn anders ist der Rasanz der Entwicklung kaum beizukommen.

Wir wollten wissen, wie es sich für Heiko anfühlt, ständig neue Themenfelder als Unternehmer zu erschließen. Und wie er eigentlich aus Gründerperspektive mit AI-Act und Überregulierung umgeht.

Viel Vergnügen beim Hören! Und als Video auf Spotify und Youtube verfügbar.

Scheitert Deutschlands Digitalisierung an der Mentalität? - mit Armand Zorn (stellv. SPD-Fraktionsvorsitzender)

Sollten wir US-Tech Konzerne aus europäischen Märkten vertreiben? Brauchen wir Datennutzung statt Datenschutz? Wären flexiblere Lehrpläne an Schulen in Zeiten von KI nicht ein Muss?

Letztes Jahr im Februar hatten wir bei „Tech & Trara“ über die Wahlprogramme der Parteien gesprochen und mit Spannung darauf geblickt, was wirklich umgesetzt werden würde und was nur Stimmenfang sein könnte.
Mit Armand Zorn haben wir nun einen Ansprechpartner der aktuellen Regierungskoalition gefunden und wollten daher von ihm wissen, wie er auf die Arbeit des letzten Jahres blickt.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD und Abgeordnete aus Frankfurt am Main ist u.a. aktiv im Ausschuss für Digitales und stellt der Bundesregierung mehr als ein Jahr nach der Bundestagswahl ein durchaus positives Arbeitszeugnis aus. Dennoch gibt es noch viele Baustellen, bspw. im Bereich der Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Ressorts. Aber auch ganz grundsätzliche Schwierigkeiten wie einer risikoarmen Mentalität.
Wie Armand zur Einführung des Digitalministeriums steht und was sein Appell an junge Menschen ist, die etwas an der aktuellen Politik verändern wollen, hört ihr in dieser Folge.
Viel Vergnügen!

Grooming, Lootboxen, pay-to-win --- Wie schätzt die USK Risiken ein? - mit Marek Brunner

Wie genau schützt die USK Jugendliche? Warum ist Gaming das komplexeste Medium von allen? Und welche Risiken sind durch Online Features in Spielen entstanden?

Videospiele werden immer komplexer und umfangreicher. Längst reicht es nicht mehr, ein Spiel anhand von Gewaltdarstellungen als jugendgefährdend einzuordnen. Risiken im Datenschutz oder durch ungeprüfte Chats sind mindestens genauso riskant für das Kinderwohl - wenn nicht sogar größer. Ständige Updates und Seasons verändern vor allem Online-Games, immer größer werdende Spiele erschweren vor allem für Eltern, wie schnell man ein Spiel vor dem Kauf einschätzen kann. Um schon vor dem Kauf Indikatoren geben zu können gibt es die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle - kurz USK.

Unser heutiger Gast kennt sich bestens mit der Geschichte und den Prozessen der USK aus, denn er war einer der ersten Spieletester und "echten" Gamer, als er 1994 anfing. Mittlerweile ist Marek Brunner Leiter des Prüfverfahrens aller zu kontrollierenden Spiele. Doch an seiner Hingabe zu Videospielen und Jugendschutz hat sich in den letzten 30 Jahren nichts verändert.

Wir wollten von Marek unter anderem wissen, wie die USK auf neue Online-Features reagiert, die potenzielle Gefahren für Kinder und Jugendliche mit sich bringen, wie bspw. Grooming oder Pay-to-Win-Modelle. Und wie Spiele scheinbar problematische Möglichkeiten relativieren können.
Wie die USK mit erweiterten Informationen zusätzliche Orientierung für Eltern bietet, erfahrt ihr in der neuen Folge Tech & Trara. Viel Vergnügen!

"The Future is ...?" - was kommt auf die nächste Generation zu? - mit Sabine Cole

Was passiert gerade mit kreativer Arbeit? Wie verändert KI Design, Ausbildung und ganze Berufswege? Und warum haben junge Talente plötzlich größere Probleme, überhaupt Fuß zu fassen?

KI hat die Maßstäbe in der Kreativbranche nicht nur verändert, sondern komplett umgeworfen. Was früher Jahre dauerte, passiert jetzt in Monaten und Wochen. Es entsteht ein System, das vor allem eines ist: schwer greifbar. Besonders für den Nachwuchs. Denn während die Erwartungen steigen, verschwinden gleichzeitig klassische Einstiegspunkte. Praktika werden seltener, Anforderungen diffuser, und die Frage, was „gute Arbeit“ eigentlich noch ist, wird zunehmend unscharf.

Sabine Cole beobachtet diese Entwicklung aus nächster Nähe.
Als Professorin für strategische Kommunikation an der HAWK Hildesheim und ehemalige Kreative sieht sie täglich, wie Studierende versuchen, sich in diesem neuen Umfeld zurechtzufinden. Das Problem ist nicht KI allein.
Sondern eine Branche, die noch nicht entschieden hat, wie sie mit ihr umgehen will.

Gemeinsam mit Tina Kulow und Wolfgang Macht sprechen sie über die letzten Jahre und wie sich seit der Pandemie und dem KI Hype neue Maßstäbe entwickeln, die niemand so recht greifen kann. Und über die Frage, was junge Kreative heute eigentlich noch lernen müssen. Dabei entdecken sie einige Parallelen zu ihrem eigenen Heranwachsen und den Umbrüchen der 80er / 90er Jahren. Am liebsten würden die Drei ihre Fehler von damals bis heute aufschreiben und als Ratgeber vermitteln. Könnten ihre Erfahrungen heute jungen Menschen helfen?
wir haben das Gespräch mit Sabine sehr genossen, viel gelernt und auch viel gelacht. Wir hoffen, ihr geht mit einigen Denkanstößen aus der Episode heraus. Viel Vergnügen!

Wer schützt unsere Daten? - mit Frederick Richter

Warum wird Datenschutz plötzlich wieder politisch? Wieso ist Deutschland Datenschutz-Weltmeister? Und wie viel Vertrauen dürfen wir unseren Messengern, Plattformen und Staaten eigentlich noch entgegenbringen?

Seit 2018 gilt die DSGVO. Und immer wieder kommt es zu Diskussionen um den deutschen sowie europäischen Datenschutz. Ist er zu streng? Oder doch zu lasch? Wie schafft man die Balance zwischen Sicherheit und Freiheit? Die Regulierungen stehen oft in der Kritik. Man denke an die Proteste gegen Chatkontrolle und Vorratsdatenspeicherung. Allerdings: Wenn Datenschutz vernachlässigt wird, kann mehr Schaden entstehen, als man denkt. In den USA bspw. kommt es beim Thema Datenschutz und Einreisebestimmungen zu Übergriffen, wie wir sie normalerweise in Autokratien erleben.

Auch unser Gast hat düstere Prognosen, wenn er über die US-amerikanischen Zustände spricht. Frederick Richter ist nämlich Vorstand der Stiftung Datenschutz. Als Jurist mit langjähriger Erfahrung in Netzpolitik, im Bundestag und in der Verbandsarbeit muss er den Datenschutz in allen möglichen Feldern verteidigen. Denn laut Frederick ist Datenschutz viel mehr als nur Cookies ablehnen oder ein Bürokratiemonster. Er stärkt unsere Demokratie.
Frederick ordnet für uns ein, was sich aktuell in Brüssel und Berlin verändert, warum Schadensersatzklagen plötzlich an Bedeutung gewinnen und weshalb das Image des Datenschutzes zwischen „Verhinderer“ und Freiheitsgarant schwankt. Außerdem nehmen wir KI-Trainingsdaten unter die Lupe und wo Bürokratieabbau doch sinnvoll ist.

Wir wünschen euch viel Vergnügen beim Hören!

Influencer als Nachrichtenquelle? - mit Dr. Katja Muñoz

Haben Influencer die Tagesschau ersetzt? Können Memes Nachrichten vermitteln? Und warum wollen Politiker*innen jetzt auch Content Creators werden?
Influencer zeichnen sich durch ihre Fähigkeit aus, andere dazu zu bewegen, Dinge zu tun oder Sachen zu kaufen. Sie machen sich selbst nahbar, Ihre Leadership ist ihre Stärke. Daraus ergibt sich das Potenzial, Online Verhalten in Offline Verhalten umzuwandeln. Das nennt sich Mobilisierungspotenzial.
Unsere heutige Gästin, Dr. Katja Muñoz, ist Senior Research Fellow im Zentrum für Geopolitik, Geoökonomie und Technologie der DGAP, und erforscht schon seit Jahren das Zusammenspiel zwischen sozialen Medien und Politik. Ihre besonderer Fokus liegt dabei auf dem erwähnten Mobilisierungspotenzial.
In dieser Ausgabe Tech & Trara hat Katja uns ihre Forschung genauer vorgestellt und deutlich gemacht, wie sehr die Informationswelt im Wandel ist. Online Nachrichten sind besonders gefährdet für Desinformation und Propaganda missbraucht zu werden. Influencer stehen hier im Mittelpunkt, denn ihre Online-Persona gibt ihnen Authentizität und somit einen Vertrauensvorschuss.
Wie gehen sie damit um? Und was unterscheidet sie von Journalist*innen? Das erforscht sie in einer Austausch Initiative zwischen amerikanischen und deutschen "Newsfluencern".
Was es damit auf sich hat, erklärt sie uns im Podcast.
Wir wünschen euch viel Vergnügen beim Hören!

Wie nutzt Indiens Start-up-Kultur künstliche Intelligenz? - mit Peter Kabel, Tina Kulow & Wolfgang Macht

Wieso gründet man in Indien & China anders als in Europa? Wer sagt, dass Kopieren etwas Schlechtes ist? Und warum denken wir KI immer nur in ganz groß und nicht auch mal in klein?
Tina und Wolfgang sprechen diesmal mit einem alten Bekannten! Peter Kabel war einer der ersten Gründer der New Economy in Deutschland und mit Kabel New Media ein Pionier der Hamburger Digitalszene Mitte der 90er. Der Dotcom-Crash war für Peter kein Schlussstrich, sondern erst der Anfang. In den letzten 20 Jahren investierte er vor allem in Start-ups in Indien und schuf mit Cogniwerk.ai eine Plattform für professionelle Kreative zur Bildgenerierung und -bearbeitung. Seine Sicht auf KI hat Peter uns bereits Ende 2023 in diesem Podcast geschildert (Link weiter unten).
Doch wie wir wissen, sind 2 Jahre in der Welt der künstlichen Intelligenz eine halbe Ewigkeit. Laut Peter war 2023 der "ChatGPT-Moment", in dem wir zum ersten Mal quer durch die Gesellschaft über KI gesprochen haben. Jetzt befinden wir uns in einer Zeit der Anwendung, wo wir schauen müssen, wie AI uns allen am besten nützt. Peter Motto hierbei: "klein ist beautiful"! Nicht AGI ist das Maß der Dinge, sondern die Details im Alltag, bei denen KI etwas verbessern kann.
Was Peter außerdem von der Debatte um KI-Ethik und Open Source hält, erfahrt ihr in der Folge.
Vielen Dank an Peter für den erneuten Besuch und die Top Insights in uns bisher fremde Gründungskulturen.
Und viel Vergnügen beim Hören!

Warum uns das Internet nicht mehr gehört – mit Prof. Martin Andree

Wieso ist das Internet nicht (mehr) frei? Welche Macht haben Tech Giganten über die Meinungsbildung? Und was hat das mit Rechtspopulismus zu tun?
Die Big Tech Konzerne werden immer reicher und durch den Aufstieg von KI ist kein Ende ihres Wachstums in Sicht. Große Unternehmen bündeln die Ressourcen und Angebote im Netz und machen sich so selbst unersetzlich. Es gibt keine ernstzunehmenden Alternativen zu Meta, Alphabet & Co auf dem Weltmarkt, erst recht nicht nach Vorbild von europäischen Standards beim Thema Datenschutz und Wettbewerb.
Unser Gast hat diese Monopolisierung des vermeintlich freien Internets schon vor ein paar Jahren in einem erfolgreichen Buch beschrieben und vor den Folgen gewarnt. Mit "Big Tech muss weg" brachte Prof. Martin Andree von der Universität zu Köln die Debatte um Big Tech in breitere Schichten, heraus aus dem wissenschaftlichen Diskurs.
Nun hat er mit "Krieg der Medien - Dark Tech und Populisten übernehmen die Macht" ein Folgebuch geschrieben. Über beide Bücher hat unser Host Daniel Mendes Jenner mit Martin gesprochen.
Auch wenn es alles etwas düster klingt, ist es auch laut Martin noch nicht zu spät, das Ruder rumzureißen. Wie das gehen kann erfahrt ihr in der Folge.
Viel Vergnügen!

Gründen zwischen Gen X und Gen Z: Von HTML zu GPT - mit Julian Windeck, Wolfgang Macht & Tina Kulow

Der smarte Gen Z-Gründer Julian Windeck schafft es aus Bamberg in Franken mitten ins Silicon Valley – und gründet im KI-Boom sein Unternehmen Attention Engineering, das sofort ins Rampenlicht tritt und eine Millionenfinanzierung erhält. Im generationsübergreifenden Gespräch mit Internet-Pionier Wolfgang Macht (Gen X) und Kommunikationsexpertin Tina Kulow (ebenfalls Gen X) lassen wir die Dotcom-Blase Revue passieren und blicken gleichzeitig in die Zukunft.
Es geht um die ungebrochene Anziehungskraft des Silicon Valley, um die Kunst, ein starkes Netzwerk aufzubauen, und um Investoren, die heute selbst um Gründerinnen und Gründer buhlen. Wie hat sich Unternehmertum seit den 1990ern verändert? Und welche Lehren lassen sich aus der ersten Internetwelle für die aktuelle KI-Revolution ziehen?
Wir danken der wunderbaren Tina Kulow für die tolle Moderation und Julian Windeck für die aufregenden Einblicke ins Silicon Valley und seine Gründer-Erfahrungen.
Wir wünschen euch viel Vergnügen beim Hören!